VOM WEISSEN SAFT ZUM SCHWARZEN GUMMI
slide1-text-bg-green.png
slide1-text-bg-green.png
slide2-text-bg-white.png
KAUTSCHUK HÄLT DIE WELT IN BEWEGUNG
70 % der weltweiten Kautschukproduktion wird in der Reifen - und Autoindustrie verwendet.
slide1-text-bg-green.png
slide2-text-bg-white.png
40.000 PRODUKTE
30 % der weltweiten Kautschukproduktion dient der Herstellung von über 40.000
Produkten des industriellen persönlichen Bedarfs.
slide3-text-bg-green.png
BEEINDRUCKENDE HOLZNUTZUNG
slide3-text-bg-white.png
Während ihrer Umtriebszeit absorbieren Kautschukplantagen CO2 und wirken so dem Klima-
wandel entgegen. Nach der Fällung wird ihr wertvolles und vielseitig verwendbares Holz der
Holzindustrie zugeführt und zu zahlreichen Bau- und Holzprodukten verarbeitet.

InfoBlog

Im InfoBlog werden regelmäßig Sach-, Fach- und Marktthemen erörtert, welche für die Kautschukindustrie, beziehungsweise TIMBERFARMER von Bedeutung sind. Da sich der Kreis der Leser dieser Kautschuk News laufend vergrößert, bitten wir regelmäßige Leser, uns nachzusehen, dass im InfoBlog gelegentlich Beiträge ganz oder teilweise wiederholt werden. Aus aktuellem Anlass thematisieren wir in dieser Ausgabe die Hurrikan-Saison und zeigen auf, weshalb Panama kein Hurrikangebiet ist.

Panama-Stadt ist nicht gleich Panama-Stadt  

Ungläubig und besorgt haben im Oktober Kunden bei TIMBERFARM nachgefragt, ob es in Panama wegen dem Hurrikan „Michael” tatsächlich zu Verwüstungen gekommen und ob mit den Kautschukplantagen alles in Ordnung sei.

Weder in Panama-Stadt noch sonst irgendwo in Panama hat sich der Hurrikan „Michael” bemerkbar gemacht, geschweige denn etwas verwüstet. Die verschiedenen Hurrikan-Meldungen betrafen das rund 2.500 km nördlich liegende Panama-Stadt, Florida, wo der Hurrikan „Michael” tatsächlich schwere Verwüstungen und Beschädigungen anrichtete.

Panama – kein Hurrikan dank der Corioliskraft

Wissenschaftlich gesehen ist ein Hurrikan in Panama undenkbar. Zwei Naturgesetze verhindern das, beide hängen mit der Corioliskraft zusammen.

Die Corioliskraft ist eine Trägheitskraft, die einen bewegten Körper quer zu seiner Bewegungsrichtung ablenkt, wenn die Bewegung relativ zu einem rotierenden Bezugssystem beschrieben wird. Sie ist nach dem Mathematiker und Physiker Gaspard Gustave de Coriolis benannt, der diese Kraft in einer 1835 erschienenen Publikation wissenschaftlich nachgewiesen und erläutert hat.

Die nachstehende Grafik, welche einen Zeitraum von 20 Jahren umfasst, zeigt, dass tropische Wirbelstürme, die je nach Gegend ihres Auftretens als Hurrikans, Zyklone oder Taifune bezeichnet werden, nicht in einem äquatorialen Band von bis zu 2.000 km (+/- 5° bis 10° Breitengrade) auftreten.

Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die sogenannte Corioliskraft am Äquator gleich Null ist, sodass innerhalb des erwähnten Äquatorialbandes die für einen tropischen Wirbelsturm typische und notwendige Drehdynamik fehlt und sich deshalb keine Hurrikans entwickeln können.

Dazu kommt, dass, während die Erde selbst um ihre eigene Achse im Gegenuhrzeigersinn rotiert, bewegte Körper durch die Corioliskraft an ihrer Oberfläche abgelenkt werden. Das gilt auch für jene Luftmassen, aus denen tropische Wirbelstürme entstehen. Die vor der Küste Westafrikas entstehenden Hurrikans werden auf ihrem Weg über den Atlantik durch die nach Osten drehende Erdrotation tendenziell zuerst in nordwestliche Richtung (Karibikinseln, Golf von Mexiko, Florida) und anschließend in nördliche Richtung abgelenkt. Obwohl Hurrikans durchaus ihren Weg infolge lokaler klimatischer Bedingungen ändern können, ist eine Hurrikan-Entwicklung in südwestlicher Richtung auszuschließen, weil in Richtung Äquator die treibende Corioliskraft gegen Null abnimmt.

Fazit: Selbstverständlich sind die hier zusammengefassten Tatsachen keine Garantie für das absolute Ausbleiben von tropischen Wirbelstürmen in Panama. Nichtsdestoweniger kann gesagt werden, dass Panama nicht im Wirkungs- und Entfaltungsbereich von tropischen Wirbelstürmen liegt – zum einen, weil sich tropische Wirbelstürme tendenziell von Panama wegbewegen, vor allem jedoch, weil Panama in einer Zone liegt, in welcher die Corioliskraft für einen Hurrikan zu gering ist. Diese Einschätzungen werden auch durch historische Wetterdaten belegt.